Rowing Boat Types
Acht gängige Rennbootklassen sind Einer (1x), Doppelzweier (2x), Zweier (2-), Doppelvierer (4x), Vierer ohne Steuermann (4-), Vierer mit Steuermann (4+), Achter (8+) und Doppelachter (8x). Riemenboote haben ein Ruder pro Person, Skullboote zwei. Der Achter ist das schnellste dieser Boote. Daneben gibt es Coastal-Boote, Cornish Pilot Gigs, Skiffs und weitere traditionelle Boote mit festen Sitzen.
Ruderbootstypen
Gängige Rennruderboote sind Einer (1x), Doppelzweier (2x), Zweier (2-), Doppelvierer (4x), Vierer ohne Steuermann (4-), Vierer mit Steuermann (4+), Achter (8+) und Doppelachter (8x). Beim Riemenrudern führt jede Person ein Ruder, beim Skullen zwei. Die Bootsklasse bestimmt außerdem Mannschaftsgröße und Steuerplatz.
Skullboote mit zwei Rudern pro Person
Beim Skullen führt jede Hand ein Skull. Das Boot hat auf beiden Seiten Dollen. Die technischen Einzelheiten erklärt der Lexikoneintrag zum Skull.
Einer (1x)
8.2 m lang, mindestens 14 kg, ohne Steuerleute. Das klassische Einzelrennboot. Anspruchsvolle Balance und direkte Rückmeldung zur Technik. Olympische Bootsklasse.
Doppelzweier (2x)
9.8 m lang, mindestens 27 kg, ohne Steuerleute. Ein übliches Mannschaftsboot für den Einstieg ins Skullen. Olympische Bootsklasse, historisch auch als Leichtgewichtswettbewerb.
Doppelvierer (4x)
12.5 m lang, mindestens 52 kg, im Erwachsenenbereich ohne Steuerleute. Ein schnelles Mannschaftsboot. Im Englischen kurz „quad“. Olympische Bootsklasse.
Doppelachter (8x)
17 m lang, mit Steuerleuten. Vor allem im Junioren-, Masters- und Ausbildungsbereich genutzt. Keine olympische Bootsklasse; das Angebot hängt vom jeweiligen Wettkampf ab.
Riemenboote mit einem Ruder pro Person
Beim Riemenrudern führen beide Hände einen Riemen. Die Dollen liegen meist abwechselnd auf Steuerbord und Backbord. Jeder Ruderplatz arbeitet auf einer Seite des Bootes.
Zweier ohne Steuermann (2-)
9.8 m lang, mindestens 27 kg, ohne Steuerleute, je nach Ausstattung mit Fußsteuer. Ein anspruchsvolles Zweierboot mit hohen Anforderungen an Balance und Abstimmung. Olympische Bootsklasse.
Vierer ohne Steuermann (4-)
13.4 m lang, mindestens 50 kg, ohne Steuerleute, mit Fußsteuer. Im Englischen auch „straight four“. Olympische Bootsklasse, historisch auch als Leichtgewichtswettbewerb.
Vierer mit Steuermann (4+)
13.4 m lang, mindestens 51 kg, mit Steuerleuten. Im Junioren-, Vereins- und Mastersrudern verbreitet. Gehört nicht mehr zum olympischen Programm; weitere Wettbewerbe richten sich nach der Ausschreibung.
Achter (8+)
19.9 m lang, mindestens 96 kg, immer mit Steuerleuten. Das schnellste übliche Rennruderboot und eine bekannte Regattaklasse. Olympischer Wettbewerb für Männer und Frauen in der offenen Gewichtsklasse.
Coastal-Boote und traditionelle Boote mit festen Sitzen
Rudern findet auch außerhalb schmaler Rennboote auf ruhigen Gewässern statt. In Großbritannien und anderen Ländern gibt es weitere Bootsfamilien für Wettkampf und Freizeit. Unser Leitfaden zu Coastal-Ruderbooten erklärt die Boote für offene Gewässer.
Coastal-Boote: Einer, Doppelzweier und Doppelvierer
Breitere, schwerere und selbstlenzende Boote für Wellen und Brandung. Nach World-Rowing-Regeln gibt es Coastal-Einer (C1x), Doppelzweier (C2x) und gesteuerte Doppelvierer (C4x+). Beach Sprints mit diesen Booten kommen bei LA 2028 ins olympische Programm.
Cornish Pilot Gig
Ein traditionelles, 32 Fuß langes Holzboot oder einheitliches Glasfaserboot für sechs Ruderer und Steuerleute. Ursprünglich wurden damit Lotsen zu ankommenden Schiffen gebracht. In Großbritannien betreiben über 200 Vereine diesen Sport, vor allem in Cornwall, Devon und auf den Scilly-Inseln.
Skiffs, Wherries und weitere traditionelle Boote
Thames Skiffs, schottische St Ayles Skiffs, irische Currachs und ostenglische Wherries haben feste Sitze und eigene Wettkampftraditionen. Skiff-Rennen auf der Themse gibt es seit den 1800er-Jahren. Diese Boote unterscheiden sich deutlich von den schmalen Rollsitzbooten des modernen Rennruderns.
Der wichtigste Unterschied liegt im Sitz. Im Rennruderboot ermöglicht der Rollsitz den Beinstoß. Traditionelle Boote haben meist feste Sitze oder Duchten, sodass Rücken und Arme stärker im Mittelpunkt stehen. Vereinsrudern, Coastal Rowing und Gig-Rudern haben jeweils eigene Regeln, Bootsanforderungen und Wettkampfkalender.
Alle acht Bootsklassen im Überblick
Mannschaftsgröße, Ruder, Steuerplatz, Länge und Mindestgewicht der gängigen Rennbootklassen.
| Boot | Kürzel | Disziplin | Ruderer | Ruder pro Person | Steuerleute | Länge | Mindestgewicht | Olympische Klasse |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einer | 1x | Skullen | 1 | 2 | Nein | 8.2 m | 14 kg | Ja |
| Doppelzweier | 2x | Skullen | 2 | 2 | Nein | 9.8 m | 27 kg | Ja |
| Zweier ohne Steuermann | 2- | Riemenrudern | 2 | 1 | Nein | 9.8 m | 27 kg | Ja |
| Doppelvierer | 4x | Skullen | 4 | 2 | Nein | 12.5 m | 52 kg | Ja |
| Vierer ohne Steuermann | 4- | Riemenrudern | 4 | 1 | Nein | 13.4 m | 50 kg | Ja |
| Vierer mit Steuermann | 4+ | Riemenrudern | 4 | 1 | Ja | 13.4 m | 51 kg | Nein |
| Doppelachter | 8x | Skullen | 8 | 2 | Ja | 17 m | - | Nein |
| Achter | 8+ | Riemenrudern | 8 | 1 | Ja | 19.9 m | 96 kg | Ja |
So lesen Sie die Bootskürzel
Bootsklassen werden mit einer Zahl und ergänzenden Buchstaben oder Zeichen abgekürzt. Die Zahl nennt die Ruderplätze, die Zusätze kennzeichnen Disziplin und Steuerplatz:
- x nach der Zahl steht für Skullen. 1x ist der Einer, 4x der Doppelvierer.
- + nach der Zahl bedeutet mit Steuerleuten. 4+ ist der gesteuerte Vierer, 8+ der Achter.
- - nach der Zahl bedeutet ohne Steuerleute. 2- ist der ungesteuerte Zweier, 4- der ungesteuerte Vierer.
- L am Anfang steht für Leichtgewicht. LM2x ist der Leichtgewichts-Männerdoppelzweier.
- W steht für Frauen, M für Männer, J für Junioren und B für unter 23.
Ein Juniorinnen-Vierer ohne Steuermann heißt international JW4-, ein Leichtgewichts-Männerdoppelzweier LM2x. Solche Kürzel stehen auf Meldungen und Rennprogrammen von British Rowing, USRowing, Rowing Australia und FISA beziehungsweise World Rowing. Auch in Deutschland helfen sie beim Lesen internationaler Ausschreibungen. Der Lexikoneintrag zur Regatta erklärt den Meldeablauf.
Wie Ruderboote heißen
Im Englischen heißen Rennruderboote „shells“, nach ihrem dünnen Rumpf. „Single scull“ und „double scull“ bezeichnen Einer und Doppelzweier. Riemenboote heißen nach ihrer Mannschaftsgröße „pair“, „four“ und „eight“. Im Deutschen unterscheiden „Einer“, „Doppelzweier“ und „Zweier“ die Klassen genauer als das allgemeine Wort Ruderboot.
Außerhalb des Rennruderns gibt es Namen wie Gig, Skiff, Wherry, Currach, Dory und Dinghy. Sie bezeichnen unterschiedliche Rumpfformen und Traditionen. In den USA heißt der Sport an Schulen und Hochschulen oft „crew“, die Boote bleiben „shells“. Der Zusammenhang entscheidet also, was mit einem englischen Bootsbegriff gemeint ist.
Warum größere Boote schneller sind
Mehr Ruderer erzeugen mehr Leistung. Verdoppelt sich die Mannschaft vom Einer zum Doppelzweier oder vom Vierer zum Achter, verdoppelt sich nicht zugleich der Widerstand. Als grobe Einordnung werden etwa 80 Prozent zusätzlicher Widerstand genannt. Ein Männerachter kann 2,000 m ungefähr in 5:20 fahren, entsprechend 22.5 km/h. Ein Vierer wäre bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit über 30 Sekunden langsamer.
Die Größe hat Grenzen. Mit mehr als acht Ruderern wird die Abstimmung schwieriger. Ein Rumpf von über 20 m lässt sich schwerer ausreichend steif bauen und präzise steuern. Im internationalen Standardprogramm haben sich deshalb seit fast 100 Jahren keine größeren Klassen als Achter und Doppelachter etabliert.
Wie Vereine einen Bootspark aufbauen
Viele britische und amerikanische Vereine bauen ihren Bootspark über Jahrzehnte auf. Häufig beginnen sie mit stabilen Ausbildungseinern, ergänzen Doppelzweier und einen gesteuerten Vierer und später Doppelvierer, ungesteuerte Vierer und Achter. Große Vereine haben 30 bis 50 Rennboote. Neue Wettkampfboote stehen neben älteren Booten für Ausbildung und regelmäßiges Training.
Jedes Boot hat eigene Wartungsdaten, Gewicht, Riggerung, Schäden und Regattaeinsätze. Die Bootsreservierung von Row HQ führt diese Angaben zusammen. Verantwortliche sehen, was reservierbar ist, gewartet wird oder zuletzt beschädigt wurde und welche Mannschaft damit startet. Gegenüber einer Bootshaustafel bleibt dadurch mehr als nur der aktuelle Termin nachvollziehbar.
Boote für Mannschaften und Regatten auswählen
Die Auswahl für eine Regatta verbindet Taktik und Organisation: Welche Klasse passt zur Mannschaft, welche Boote passen auf den Anhänger und wer ist verfügbar? Mit Werkzeugen zur Mannschaftszuordnung können Trainer mehrere Aufstellungen vergleichen und die endgültige Mannschaft dem gemeldeten Rennen zuordnen. So stimmen Bootsplanung und Meldung überein.
Für die Ausbildung ist auch die Reihenfolge der Bootserfahrung wichtig. Häufig beginnt sie mit Einern und Doppelzweiern, führt zu gesteuerten Mannschaftsbooten und später zu ungesteuerten Kleinbooten. Dort übernehmen die Ruderer mehr Verantwortung für Balance und Steuerung. Im Mitgliederportal sehen Mitglieder, für welche Boote sie freigegeben sind.
Häufige Fragen zu Ruderbootstypen
Welche Ruderbootstypen gibt es?
Acht gängige Klassen teilen sich in zwei Disziplinen. Skullboote mit zwei Rudern pro Person sind Einer (1x), Doppelzweier (2x), Doppelvierer (4x) und Doppelachter (8x). Riemenboote sind Zweier (2-), Vierer ohne Steuermann (4-), Vierer mit Steuermann (4+) und Achter (8+). Achter sind gesteuert. Doppelachter kommen vor allem im Junioren- und Mastersbereich vor und sind keine olympische Klasse.
Was unterscheidet Riemen- und Skullboote?
Im Skullboot führt jede Person zwei Skulls, eines in jeder Hand. Im Riemenboot halten beide Hände denselben Riemen auf Steuerbord oder Backbord. Entsprechend unterscheiden sich Ausleger und Rumpf. Skullplätze haben auf beiden Seiten eine Dolle, Riemenplätze jeweils eine. Die beidseitige Belastung beim Skullen ermöglicht andere Rumpfformen als die wechselnde einseitige Belastung beim Riemenrudern.
Welche Ruderboote sind olympisch?
Zu den olympischen Flachwasserklassen gehören Einer (1x), Doppelzweier (2x), Doppelvierer (4x), Zweier (2-), Vierer ohne Steuermann (4-) und Achter (8+). Leichtgewichts-Doppelzweier (LM2x, LW2x) gehörten ebenfalls zum bisherigen Programm. Gesteuerter Vierer (4+), gesteuerter Zweier (2+) und Doppelachter (8x) stehen nicht im aktuellen olympischen Flachwasserprogramm. Das Programm verändert sich; Weltmeisterschaften und nationale Regatten können weitere Klassen anbieten.
Wie viele Personen sitzen in einem Ruderboot?
Übliche Rennruderboote haben 1, 2, 4 oder 8 Ruderplätze. Einer werden allein gerudert, Zweier und Doppelzweier zu zweit, Vierer und Doppelvierer zu viert. Achter und Doppelachter haben acht Ruderer sowie zusätzlich eine Steuerperson. Fünfer, Sechser oder Siebener gehören nicht zu diesen Standardklassen. Die steuernde Person lenkt und gibt Kommandos, rudert aber nicht mit.
Welches Ruderboot ist am schnellsten?
Der Achter (8+) ist das schnellste übliche Rennruderboot. Ein Männerachter erreicht über 2,000 m ungefähr 5 Minuten 20 Sekunden, entsprechend 22.5 km/h oder 14 mph. Männer-Doppelvierer (4x) und Frauenachter folgen. Ein Fraueneiner (1x) benötigt auf Bestzeitniveau etwa 7 Minuten 7 Sekunden, entsprechend 16.9 km/h. Mehr Ruderer bringen zusätzliche Leistung, ohne Gewicht und Widerstand im gleichen Maß zu erhöhen. Sehr große Mannschaften wären jedoch schwerer abzustimmen.
Wie heißen Ruderboote?
Im Deutschen heißen Rennboote etwa Einer, Doppelzweier, Zweier, Doppelvierer, Vierer oder Achter. Im Englischen werden sie als „shells“ bezeichnet. Skullboote heißen dort „single scull“, „double scull“ oder „quad“, Riemenboote „pair“, „four“ oder „eight“. Traditionelle Festsitzboote haben eigene Namen wie Gig, Skiff, Wherry, Currach oder Dory. In den USA bezeichnet „crew“ häufig den Rudersport selbst.
Welche Boote werden beim Coastal Rowing genutzt?
World Rowing unterscheidet Coastal-Einer (C1x), Doppelzweier (C2x) und gesteuerte Doppelvierer (C4x+). Sie sind breiter und schwerer als Flachwasserboote und haben selbstlenzende Rümpfe für Wellen. Beach Sprints werden bei Los Angeles 2028 olympisch. Davon getrennt gibt es traditionelle Küstenboote wie Cornish Pilot Gigs mit sechs Ruderern, St Ayles Skiffs mit vier sowie Celtic Longboats, jeweils mit eigenen Regeln.
Was ist ein Zweier mit Steuermann?
Der Zweier mit Steuermann (2+) ist ein Riemenboot für zwei Ruderer und eine Steuerperson. Nach Barcelona 1992 entfiel er aus dem olympischen Programm. Heute ist er selten, kann aber bei einzelnen nationalen, Junioren- oder Mastersregatten vorkommen. Er hat einen zusätzlichen Steuerplatz. Zum Vergleich: Die verwandte ungesteuerte Klasse (2-) ist etwa 9.8 m lang und hat ein Mindestgewicht von 27 kg. Diese Werte gelten nicht automatisch für den gesteuerten Zweier.
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Row HQ erfasst jedes Vereinsboot: wer es rudern darf, seine Riggerung und das Wartungsprotokoll. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Für Vereine mit bis zu 20 Mitgliedern bleibt die Nutzung aller Funktionen dauerhaft kostenlos.
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Vom Einer bis zum Achter alle Boote gemeinsam verwalten.
Row HQ erfasst Boote, Reservierungen, Mannschaftszuordnungen und Wartungsarbeiten im gesamten Bootspark. Von Ruderern entwickelt und beim britischen Oundle Town Rowing Club im Einsatz.