Vorlage zur Risikoanalyse im Ruderverein
Eine gewässerspezifische Risikoanalyse für Rudervereine. Laden Sie das englische PDF herunter, gehen Sie damit Ihre Ruderstrecke ab und passen Sie jede Zeile an Ihren Verein an. Kostenlos. Nach Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse senden wir Ihnen den Downloadlink.
Was sollte eine Risikoanalyse fürs Rudern abdecken?
Sie sollte Wassergefahren wie Kaltwasser, Kenterung, Strömung, Wehre, Schleusen und Hindernisse erfassen. Dazu kommen Verkehr, Fahrregeln, unübersichtliche Kurven, Dunkelheit, Nebel, Wind, Blitz und Hitze. Berücksichtigen Sie Schwimmfähigkeit, gesundheitliche Einschränkungen, Jugendliche und Betreuungsschlüssel sowie Gefahren an Land durch Tragen, Bootsböcke, Anhänger und rutschige Rampen. Bewerten Sie Wahrscheinlichkeit und Schwere und benennen Sie Schutzmaßnahmen. Prüfen Sie alles mindestens jährlich und nach Vorfällen. Britische Vereine sollten ihre Analyse mit den RowSafe-Hinweisen von British Rowing abgleichen.
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So nutzen Sie die Vorlage
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1
Gehen Sie Ihre Strecke ab. Beurteilen Sie das tatsächlich genutzte Gewässer. Jeder Verein hat andere Gefahren. Ein Wehr 400m flussabwärts verändert die Lage.
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2
Bewerten Sie ehrlich. Wahrscheinlichkeit (1-5) mal Schwere (1-5) ergibt eine Risikozahl bis 25. Bei Werten über 15 sieht diese Vorlage eine risikomindernde Maßnahme vor, bevor Mannschaften aufs Wasser gehen dürfen.
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3
Benennen Sie Maßnahmen und Zuständige. „Vorsichtig sein“ reicht nicht. Das britische Beispiel lautet: „Keine Fahrten bei einem Gewässerwarnstatus oberhalb von Gelb. Der zuständige Trainer prüft den Status vor dem Ablegen.“
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4
Legen Sie den Prüftermin fest. Mindestens jährlich, nach jedem Vorfall oder Beinaheunfall und bei Änderungen: neues Gewässer, neue Bootstypen oder eine neue Jugendgruppe.
Gefahren in der Vorlage
Das PDF enthält für jede Gefahr eine Bewertungszeile und typische Maßnahmen als Ausgangspunkt. Passen Sie jede davon an Ihr Gewässer und Ihre Bedingungen an.
| Gefahr | Gefährdete Personen | Beispielmaßnahmen in der Vorlage |
|---|---|---|
| Eintauchen in kaltes Wasser | Alle Ruderer, besonders Oktober bis April | Kaltwassereinweisung jeden Herbst, Kenterübung für neue Mitglieder, Hinweise zur Kleidung in Schichten, Begleitregeln im Winter |
| Kenterung und unzureichende Schwimmfähigkeit | Skuller, Anfänger, Jugendmitglieder | Erklärung zur Schwimmfähigkeit beim Beitritt, Kenterübung vor Einerfahrten, Trainerbegleitung bei Anfängerfahrten |
| Kollision mit Booten oder Hindernissen | Alle Mannschaften | Örtliche Fahrregeln bei der Einführung, Streckenplan im Bootshaus, Regeln zu Beleuchtung und Ausguck |
| Wehre, Schleusen und Gefahren flussabwärts | Alle Mannschaften | Feste Grenzen auf der Gewässerkarte, Strömungswarnungen, Einweisung aller neuen Mitglieder in Sperrbereiche |
| Dunkelheit und schlechte Sicht | Frühe Morgenfahrten und Wintertraining | Vorgeschriebene Bug- und Hecklichter, gut sichtbare Kleidung, Einschränkungen bei Nebel |
| Wetter: Wind, Blitz, Hitze | Alle Ruderer und Trainer | Benannte Person für Absagen, 30-30-Regel bei Gewitter im britischen Ausgangsmuster, Hitzehinweise für Jugendliche |
| Medizinischer Notfall auf dem Wasser | Alle Ruderer | Gesundheitserklärungen beim Beitritt im Vorlagenbeispiel, erreichbare Notfallkontakte für Trainer, Begleitmotorboot mit Wurfleine und Telefon |
| Tragen von Booten und Bootsböcken | Alle Mitglieder an Land | Hebetechnik bei der Einführung, Mindestpersonenzahl je Bootsklasse, Regeln zum Beladen des Bootsanhängers |
| Jugendliche und schutzbedürftige Erwachsene | Jugendtrainingsgruppen | Schutzkonzept, im britischen Beispiel DBS-geprüfte Trainer, Betreuungsschlüssel, elterliche Einwilligungen |
Diese Vorlage ist ein Ausgangspunkt, keine fertige Risikoanalyse. Ihr Verein ist für die Beurteilung seines Gewässers, seiner Aktivitäten und Beteiligten verantwortlich. Britische Vereine sollten das fertige Dokument mit RowSafe von British Rowing und den eigenen Verbandsvorgaben abgleichen.
Die Risikoanalyse ist ein Dokument. Maßnahmen brauchen Daten.
Die Hälfte der Schutzmaßnahmen einer Risikoanalyse im Rudern besteht aus Dokumentation: Wer hat eine Kenterübung absolviert, wessen Schwimmerklärung liegt vor, welche Mitglieder haben medizinische Vermerke, ist der Nachweis des Begleitbootführers gültig, welches Boot ist unterwegs und wer sitzt darin? Genau diese Angaben hält Row HQ aktuell: Mitgliederdaten, Nachweise, Notfallkontakte und Fahrtenbücher, einmal erfasst und immer aktuell. Erstellen Sie die Risikoanalyse mit dieser Vorlage, setzen Sie die Maßnahmen in Row HQ um und verbringen Sie die gesparte Zeit auf dem Wasser. Für eine geführte Fassung steht außerdem ein kostenloses interaktives Werkzeug zur Risikoanalyse bereit.
Verein kostenlos einrichtenKostenlos für Vereine mit bis zu 20 aktiven Mitgliedern.
Häufige Fragen zur Risikoanalyse
Ist eine Risikoanalyse für Rudervereine gesetzlich vorgeschrieben?
Die englische Vorlage beschreibt britische Regeln: Vereine mit Beschäftigten müssen dort nach dem Health and Safety at Work Act Risiken beurteilen. Ab fünf Beschäftigten sind Ergebnisse schriftlich festzuhalten. Rein ehrenamtliche Vereine unterliegen meist nicht genau dieser Pflicht, tragen aber Verantwortung gegenüber Mitgliedern und Gästen. British Rowing erwartet aktuelle Risikoanalysen; auch Versicherer fragen danach. Für Deutschland müssen Sie die hier geltenden Vorgaben prüfen. Eine aktuelle Analyse ist für jeden Ruderverein sinnvoll.
Wie oft sollte die Risikoanalyse überprüft werden?
Mindestens einmal jährlich und unmittelbar nach Vorfällen oder Beinaheunfällen. Prüfen Sie sie außerdem bei Änderungen am Gewässer, etwa neuen Liegeplätzen, anderer Strömung oder Bauarbeiten, und bei neuen Aktivitäten wie Jugendtraining oder Coastal Rowing. Tragen Sie Prüftermin und verantwortliche Person direkt im Dokument ein.
Wer sollte die Risikoanalyse des Vereins erstellen?
Eine Person, die Gewässer und Verein kennt, üblicherweise der Sicherheitsbeauftragte mit Beiträgen von Trainern und Vereinsleitung. Die Analyse sollte nicht allein am Schreibtisch entstehen. Gehen Sie das Gelände ab, befahren Sie die Strecke und beziehen Sie die dort tätigen Trainer ein. Die Vereinsleitung sollte das fertige Dokument offiziell beschließen, damit die Verantwortung klar bleibt.
Was ist RowSafe und wie passt diese Vorlage dazu?
RowSafe sind die Sicherheitsleitlinien von British Rowing für das Rudern im Vereinigten Königreich. Sie behandeln Kaltwasser, Kenterung, Schutzaufgaben und Veranstaltungssicherheit. Es sind Hinweise, keine fertige Dokumentvorlage. Vereine müssen deshalb eigene Risikoanalysen erstellen. Diese Vorlage liefert die Struktur mit ruderspezifischen Gefahren. Gleichen Sie die fertige Analyse im britischen Einsatz mit der aktuellen RowSafe-Ausgabe ab.
Weitere Vorlagen
Ergänzen Sie das Formular zur Vorfallmeldung: Die Risikoanalyse beschreibt mögliche Ereignisse, das Protokoll zeigt die tatsächlichen Vorfälle im Vereinsalltag. Es gibt außerdem ein geführtes interaktives Werkzeug zur Risikoanalyse und die vollständige Vorlagenbibliothek.