Finish
Der Endzug beendet die Antriebsphase. Die Blätter verlassen auf Höhe des Körpers das Wasser und das Vorrollen beginnt. Ein sauberer Endzug erhält den Bootslauf. Ein unsauberer Endzug verliert Druck, bremst das Boot oder verursacht einen Krebs.
Was ist der Endzug beim Rudern?
Der Endzug beendet die Antriebsphase. Die Blätter verlassen auf Höhe des Körpers das Wasser und das Vorrollen beginnt. Die Beine sind gestreckt, der Oberkörper liegt etwa 30 Grad hinter der Senkrechten, die Hände sind am Körper. Die Blätter werden senkrecht ausgehoben und erst danach abgedreht. Ein sauberer Endzug erhält den Bootslauf. Ein unsauberer Endzug kann Druck verlieren, bremsen oder einen Krebs verursachen.
Also called: Release, Extraction, Stroke Finish
Definition
Der Endzug bildet den hinteren Abschluss des Ruderschlags. Nach dem Beinstoß und dem Aufrichten des Oberkörpers führen die Arme den Griff zum Körper. Nun wird das Blatt aus dem Wasser gehoben und anschließend abgedreht. Der Endzug bildet damit den Übergang vom Durchzug zum Vorrollen.
Beim Riemenrudern endet der Griff an den unteren Rippen nahe am Körper. Beim Skullen kommen beide Griffe zum Körper, wobei sich ihre Wege leicht versetzen. Im Englischen heißen Endzug und Ausheben auch „finish“, „release“ oder „extraction“. Gemeint ist der Abschluss der Antriebsphase.
Körperhaltung im Endzug
Eine stabile Endzugposition hält das Boot beim Übergang zum Vorrollen im Gleichgewicht:
- Beine: gestreckt, Knie vollständig geöffnet. Die Beinarbeit ist abgeschlossen und der Rollsitz befindet sich am hinteren Ende der Rollbahn.
- Oberkörper: etwa 30 Grad hinter der Senkrechten. Der Rücken bleibt aktiv und fällt nicht zusammen.
- Arme: zum Körper gezogen, Ellenbogen hinter den Rippen, Hände am unteren Brustkorb.
- Handgelenke: gerade und kontrolliert, bereit zum Abdrehen, sobald das Blatt frei ist.
Das Blatt ausheben
Beim Ausheben verlässt das Blatt am Ende des Durchzugs das Wasser. Eine kurze Abwärtsbewegung der Hände hebt es senkrecht über die Oberfläche. Dabei werden die Handgelenke noch nicht gedreht. Die Hände senken sich lediglich ab. Das Blatt bleibt während dieses Schritts aufgedreht.
Erst wenn das Blatt frei ist, wird es durch Drehen des Griffs parallel zur Wasseroberfläche gestellt. Die Reihenfolge lautet ausheben, dann abdrehen. Wer zuerst abdreht, riskiert einen Krebs. Dieser Fehler ist vom Ufer aus meist gut zu erkennen und lässt sich gezielt korrigieren.
Häufige Fehler im Endzug
Ein unsauberer Endzug kostet im Vereinstraining häufig Bootsgeschwindigkeit. Typische Fehler:
- Auswaschen: Das Blatt verlässt das Wasser, bevor der Griff am Körper ankommt. Die letzten 6-12 Zoll des Durchzugs übertragen keine wirksame Kraft mehr auf das Wasser und das Boot verliert Geschwindigkeit.
- Zu spätes Ausheben: Das Blatt bleibt über die Endzugposition hinaus im Wasser und schleift beim Beginn des Vorrollens mit. Dadurch wird das Boot gebremst.
- Abdrehen vor dem Ausheben: Die Handgelenke drehen, während das Blatt noch im Wasser ist. Es schneidet seitlich weg und kann eintauchen. Das ist eine besonders häufige Ursache für einen Krebs.
- Hektischer Endzug: Die Hände werden ruckartig weggeschoben oder das Vorrollen beginnt vor Abschluss des Endzugs. Das Boot wird unruhig und der nächste Schlag beginnt aus dem Gleichgewicht.
Übungen für den Endzug
Pausen im Endzug schulen die Körperhaltung: Nach dem Ausheben bleiben die Hände zwei Sekunden am Körper. Rudern mit aufgedrehten Blättern erzwingt ein sauberes Ausheben. Bei Übungen nur mit Wegführen der Hände bleibt der Rollsitz stehen, um den Übergang zum Vorrollen zu üben. Vom Ufer lassen sich Aushebefehler besser erkennen als vom Ruderplatz. Mit den Trainerwerkzeugen halten Trainer Beobachtungen zu einzelnen Ruderern über mehrere Einheiten fest.
Häufige Fragen zum Endzug
Was ist der Endzug beim Rudern?
Der Endzug ist der hintere Abschluss des Ruderschlags. Hier endet der Durchzug und das Vorrollen beginnt. Die Beine sind gestreckt, der Oberkörper befindet sich etwa 30 Grad hinter der Senkrechten und die Griffe sind zum Körper gezogen. Anschließend werden die Blätter senkrecht aus dem Wasser gehoben und für das Vorrollen parallel zur Wasseroberfläche abgedreht.
Wie heben Sie das Blatt sauber aus?
Sauberes Ausheben erfolgt senkrecht, nicht seitlich. Die Hände bewegen sich kurz nach unten und heben dadurch das Blatt aus dem Wasser. Erst danach wird abgedreht. Diese Reihenfolge ist entscheidend: erst ausheben, dann abdrehen. Wird das Blatt schon unter Wasser gedreht, schneidet es seitlich durch das Wasser und kann an der Oberfläche hängen bleiben.
Was bedeutet Auswaschen?
Beim Auswaschen verlässt das Blatt das Wasser zu früh, noch während des Durchzugs. Häufig richtet sich der Oberkörper zu früh auf oder die Hände sinken vorzeitig ab. Der letzte Teil des Durchzugs überträgt dann keine Kraft mehr auf das Wasser. Das kostet Bootsgeschwindigkeit und gehört im Vereinstraining zu den häufigen Technikfehlern.
Wie sieht die Körperhaltung im Endzug aus?
Die Beine sind gestreckt, der Oberkörper liegt etwa 30 Grad hinter der Senkrechten. Die Hände befinden sich an den unteren Rippen oder knapp darüber, die Ellenbogen hinter dem Körper und die Handgelenke sind gerade. Die Position bleibt stabil und ausbalanciert, damit das Vorrollen kontrolliert beginnen kann. Der Rücken bleibt aktiv und fällt nicht in sich zusammen.
Wie verhindert ein sauberer Endzug das Krebsfangen?
Ein Krebs entsteht, wenn das Blatt beim Ausheben oder Vorrollen im Wasser hängen bleibt. Häufig wurde es abgedreht, bevor es frei war. Sauberes Ausheben mit anschließendem Abdrehen hält das Blatt während des Vorrollens über Wasser. Wird dagegen zuerst gedreht und dann ausgehoben, bleibt das Blatt schräg im Wasser und kann erneut eintauchen.
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Weiterlernen
Ein sauberer Endzug setzt voraus, dass das Blatt vor dem Abdrehen ausgehoben wird. Trainer können Techniknotizen zu einzelnen Ruderern in der Rudervereinssoftware von Row HQ festhalten. Das Ruderlexikon erklärt den gesamten Schlagablauf.
Technikprobleme in der Trainingsgruppe gezielt verfolgen.
Mit den Trainerwerkzeugen von Row HQ halten Sie Beobachtungen zu Endzug, Einsatz und Durchzug für jeden Ruderer fest. So baut jede Einheit auf der vorherigen auf.