Catch
Der Einsatz ist der Moment, in dem das Blatt am Ende des Vorrollens ins Wasser eintaucht, unmittelbar vor dem Durchzug. Ein sauberer Einsatz bereitet die Kraftübertragung vor. Ein verspäteter oder verpasster Einsatz kostet Bootslauf.
Was ist der Einsatz beim Rudern?
Der Einsatz ist der Moment, in dem das Blatt am Ende des Vorrollens ins Wasser eintaucht, kurz bevor der Durchzug beginnt. Die Beine sind gebeugt, die Blätter aufgedreht und die volle Auslage ist erreicht. Der Einsatz soll schnell und sauber erfolgen. Ein sauberer Einsatz ermöglicht einen wirksamen Durchzug. Ein verspäteter oder verpasster Einsatz kostet Bootslauf und beeinträchtigt den nächsten Durchzug.
Also called: The Catch, Blade Entry
Definition
Der Einsatz bildet den vorderen Abschluss des Ruderschlags. Der Rollsitz ist vorne, die Beine sind gebeugt und die volle Auslage ist erreicht. Der Oberkörper ist vorgeneigt, die Arme sind gestreckt. Das aufgedrehte Blatt steht senkrecht zur Wasseroberfläche und wird mit einer kleinen Bewegung am Griff ins Wasser eingesetzt.
Sobald das Blatt vollständig bedeckt ist, endet der Einsatz und der Durchzug beginnt. Der Einsatz ist nicht mit der vorderen Umkehr gleichzusetzen. Die Umkehr bezeichnet den Richtungswechsel des Rollsitzes. Beim Einsatz geht es darum, das Blatt genau in diesem Moment sauber ins Wasser zu bringen.
Körperhaltung beim Einsatz
Die Grundlagen einer guten Auslage gelten in jeder Bootsklasse:
- Beine: gebeugt, Knie angewinkelt, Unterschenkel im Einer senkrecht und im Riemenboot annähernd senkrecht. Die volle Auslage ist erreicht.
- Oberkörper: vorgeneigt. Die Vorlage wird früh beim Vorrollen eingenommen, etwa bei einem Viertel der Rollbahn. Der Brustkorb befindet sich über den Knien.
- Arme: lang und gestreckt. Die Schultern bleiben locker und werden nicht hochgezogen.
- Blätter: aufgedreht, also senkrecht zur Wasseroberfläche, in voller Auslage und bereit zum Eintauchen.
Der richtige Zeitpunkt für den Einsatz
Der Einsatz soll schnell sein und sofort eine Verbindung zum Wasser herstellen. Das Boot gleitet nach dem vorherigen Durchzug weiter. Jede Verzögerung zwischen voller Auslage und Eintauchen lässt einen Teil dieses Bootslaufs ungenutzt: Das Boot bewegt sich, aber es wird noch keine Antriebskraft übertragen.
Trainer beschreiben einen schnellen Einsatz oft als „direktes Wasserfassen“. Das Blatt soll ohne unnötigen Kraftaufwand ins Wasser gelangen. Es muss nicht hineingeschlagen werden. Bei einem langsamen Einsatz wird der vordere Teil des Schlags verschenkt. Dafür sind auch die Ausdrücke „Einsatz verpassen“ oder „Wasser verpassen“ gebräuchlich.
Häufige Fehler beim Einsatz
Der Einsatz bekommt im Training viel Aufmerksamkeit, weil sich Fehler hier auf den gesamten Durchzug auswirken:
- Verpasster Einsatz: Die Beine drücken, bevor das Blatt im Wasser ist. Der Durchzug beginnt ohne Widerstand. Ein Teil der Beinkraft wird bereits verbraucht, ohne über das Blatt auf das Wasser zu wirken.
- Unvollständig eingetauchtes Blatt: Der Beinstoß beginnt, bevor das Blatt vollständig bedeckt ist. Das Blatt rutscht durch das Wasser, statt festen Druck aufzubauen. Der erste Teil des Durchzugs bleibt dadurch weitgehend unwirksam.
- Zu spätes Aufdrehen: Das Blatt ist in der Auslage noch ganz oder teilweise abgedreht und taucht schräg ein. Es spritzt, statt sauber Wasser zu fassen. Der Druckaufbau beginnt dadurch erst deutlich später.
- Hektisches Vorrollen: Die Bewegung zur Auslage ist zu schnell. Dadurch fehlen Gleichgewicht und Kontrolle für den Einsatz. Rollen Sie ruhiger vor, als Sie durchziehen. So bleibt Zeit für eine stabile Auslage.
Übungen für den Einsatz
Rudern mit aufgedrehten Blättern schult den Einsatz: Die Blattstellung muss vorher stimmen und das Eintauchen erfolgt direkt. Bei einer Pause in der Auslage halten Sie zwei Sekunden und setzen dann ein. Das trainiert die Position. Vorrollen mit geschlossenen Augen und Öffnen beim Einsatz schult das Bewegungsgefühl. Trainer erkennen Fehler mit Videoaufnahmen und Rückmeldungen auf dem Wasser. Mit den Trainerwerkzeugen lassen sich technische Beobachtungen einzelnen Ruderern zuordnen und wiederkehrende Probleme über mehrere Einheiten verfolgen.
Häufige Fragen zum Einsatz
Was ist der Einsatz beim Rudern?
Beim Einsatz taucht das Blatt am vorderen Ende des Schlags ins Wasser ein. Die Beine sind gebeugt, der Oberkörper ist vorgeneigt und die Arme sind gestreckt. Die Blätter stehen senkrecht zum Wasser und werden unmittelbar vor dem Beinstoß eingesetzt. Ein guter Einsatz ist schnell und stellt sofort Wasserkontakt her. Das Blatt wird während des Vorrollens aufgedreht und taucht ohne Pause ein.
Wie schnell sollte der Einsatz erfolgen?
Der Einsatz sollte zügig erfolgen, damit der Bootslauf aus dem vorherigen Schlag genutzt wird. Jede Verzögerung zwischen voller Auslage und Eintauchen bedeutet: Das Boot fährt weiter, ohne dass bereits Kraft übertragen wird. Trainer sprechen vom Wasserfassen oder vom Verpassen des Einsatzes. Ein schneller Einsatz fühlt sich unmittelbar an. Bei einem langsamen Einsatz bleibt der vordere Teil des Schlags ungenutzt.
Welche Fehler treten beim Einsatz häufig auf?
Häufig beginnen die Beine zu drücken, bevor das Blatt im Wasser ist. Weitere Fehler sind ein nicht vollständig eingetauchtes Blatt, zu spätes Aufdrehen und hektisches Vorrollen. Ein schräg eingesetztes Blatt spritzt, statt sauber einzutauchen. Wer zu schnell in die Auslage rollt, kommt oft aus dem Gleichgewicht und kann das Blatt nicht kontrolliert einsetzen.
Wie bereiten Sie einen sauberen Einsatz vor?
Ein sauberer Einsatz beginnt mit kontrolliertem Vorrollen und einem aufgedrehten Blatt. Drehen Sie das Blatt etwa auf halber Rollbahn auf und rollen Sie ruhig bis in die Auslage. Setzen Sie das Blatt mit einer kleinen Handbewegung ein, ohne es ins Wasser zu schlagen. Erst wenn es vollständig bedeckt ist, beginnt der Beinstoß. So steht der Wasserdruck von Beginn an zur Verfügung.
Welche Übungen verbessern den Einsatz?
Rudern mit aufgedrehten Blättern trainiert einen schnellen Einsatz, weil die Blattstellung schon vor dem Eintauchen feststeht. Pausen nach dem Wegführen der Hände oder nach dem Vorlegen des Oberkörpers schulen die Kontrolle beim Vorrollen. Übungen mit geschlossenen Augen während des Vorrollens und geöffneten Augen beim Einsatz trainieren das Bewegungsgefühl ohne dauernde Sichtkontrolle.
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Techniknotizen an einem Ort statt in E-Mail-Verläufen.
Mit den Trainerwerkzeugen von Row HQ halten Sie technische Beobachtungen zu jedem Ruderer fest. So kann der Trainer am Freitag an den Einsatzproblemen vom Montag weiterarbeiten.